Bereich Industrielle Gemeinschaftsforschung

Projektliste mit Publikationen

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Qualitätskontrolle bei der Altholzverwertung unter Verwendung von Schnellerkennungsmethoden

AiF-FV Nummer: 13414

Laufzeit:

01.09.2002 - 31.08.2004

Forschungsstellen:

  • Institut für Energie- und Umwelttechnik e.V.
    Bliersheimer Str. 60, 47229 Duisburg
    www.iuta.de

  • Fraunhofer-Institut für Holzforschung - Wilhelm-Klauditz-Institut
    Bienroder Weg 54, 38108 Braunschweig
    www.wki.fhg.de

Zusammenfassung:

Ziel dieses Forschungsvorhabens waren zunächst die Weiterentwicklung der Röntgen-Fluoreszenz-Analytik (RFA) für Schwermetalle und Chlor sowie der lonen-Mobilitäts-Spektrometrie (IMS) für Pentachlorphenol und die Überprüfung einer Schnellelution mit anschließender Messung durch Ionenselektive Elektrode (ISE) für Fluorid. Diese Analysenverfahren sollten als Schnellerkennungsmethoden (SEM) nach den Anforderungen der Altholzverordnung (AltholzV) einsetzbar sein und mit der Laboranalytik vergleichbare Ergebnisse liefern. Auf Basis bestehender Vorschriften sollte eine praktikable Probenahmestrategie entwickelt und schließlich ein Qualitätssicherungs-Konzept für einen Verbund von Altholzverwertern geplant werden, der im Rahmen der Eigenüberwachung SEM einsetzt. Die SEM haben ihre Vergleichbarkeit mit Laborverfahren mit einigen Einschränkungen beweisen können. Ferner konnten wesentliche Erkenntnisse über die zukünftigen Entwicklungsschwerpunkte der betrachteten Schnellerkennungsmethoden gewonnen werden. Für Schnellerkennungsmethoden sind zukünftig weitere Einsatzfelder bei der Brennstoff- und Rückstandskontrolle von Biomassekraftwerken, bei der Qualitätssicherung von Sekundärbrennstoffen, bei der Qualitätssicherung von Holzwerkstoffen sowie von Bauprodukten vorstellbar. Insbesondere aus den Untersuchungen zur Probenahme können Empfehlungen zur Änderung der Altholzverordnung abgeleitet werden. Ein Vorschlag für ein Qualitätssicherungs-System für einen Verbund von Altholzverwertern unter Einsatz von SEM wurde erarbeitet; leider scheitert die verbindliche Einführung aktuell an der vorrangigen Nutzung von Altholzsortimenten in Biomassekraftwerken. Darüber hinaus werden die Vorgaben der AltholzV zur stofflichen Verwertung nicht konsequent von den Aufsichtsbehörden kontrolliert. Aus diesem Grunde wird ein alternatives Konzept zum partiellen Ersatz von Labormethoden durch SEM vorgestellt. Dieses Konzept ist z.B. auch für die dezentrale Brennstoffkontrolle von Biomassekraftwerken geeignet. Im Vergleich mit dem Projektantrag haben die geänderten Rahmenbedingungen in Abstimmung mit dem PA zur Verlagerung der Bearbeitungsschwerpunkte geführt. Vor diesem Hintergrund wird als Fazit gezogen, dass das Ziel des Vorhabens nicht in vollem Umfang erreicht wurde.

Förderhinweis:

Das Forschungsvorhaben der Forschungsvereinigung Umwelttechnik wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Abschlussbericht:

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Sonstige Dateien:

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Liste der Veröffentlichungen