Bereich Industrielle Gemeinschaftsforschung

Projektliste mit Publikationen

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Untersuchungen zur Entfernung organischer Spurenstoffe aus Abwasser durch den Einsatz von Plasmaverfahren

AiF-FV Nummer: 16369

Laufzeit:

01.02.2010 - 31.12.2012

Forschungsstellen:

  • Universität Duisburg-Essen Instrumentelle Analytische Chemie
    Universitätsstr. 5, 45141 Essen
    www.uni-due.de/iac/schmidt

  • Institut für Energie- und Umwelttechnik e.V.
    Bliersheimer Str. 60, 47229 Duisburg
    www.iuta.de

Zusammenfassung:

In dem hier beantragten Forschungsvorhaben soll ein neues, viel versprechendes Verfahren zur Eliminierung von organischen Spurenstoffen durch Behandlung von Abwässern evaluiert werden, das auf der direkten Erzeugung niedrigenergetischer Entladungen im Wasser beruht. Seit Jahren wird mit zunehmender Intensität über die Kontamination von Oberflächen- und Trinkwässern durch organische Spurenstoffe diskutiert. Haupteintragspfade sind kommunale Kläranlagen, die mit der üblicherweise eingesetzten Technik nicht in der Lage sind, die aus Industrieeinleitern, Krankenhäusern und Privathaushalten stammenden Stoffe zu eliminieren. Einen Lösungsweg stellt die weiterführende Behandlungsmit dem hier vorgestellten Plasmaverfahren dar. Zur Durchführung des Projektes wird ein Plasmareaktor gebaut. Der Reaktor wird mit einer entsprechenden Peripherie umgeben, so dass als Gesamtheit eine Demonstrationsanlage zur Plasmabehandlung von Abwasser entsteht. Zunächst wird das Plasmaverfahren anhand von Untersuchungen mit reinem Wasser, Modellsubstanzen und organischen Spurenstoffen auf seine Wirksamkeit geprüft und in grundlagenorientierten Untersuchungen erfolgt die Charakterisierung des Plasmas. Im zweiten Schritt soll untersucht werden, wie sich die elektrische Entladung auf die Matrix des Abwassers und auf die Spurenstoffe auswirkt. Neben der substanzspezifischen Analytik wird durch die Anwendung von wirkungsspezifischem Toxizitätstest die Abbaueffizienz untersucht. Anhand von Untersuchungen mit realen Abwässern sollen Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen vorgenommen werden. Durch das Forschungsvorhaben soll die Leistungsfähigkeit der weiterführenden Abwasserbehandlung verbessert werden. In diesem Marktsegment sind insbesondere deutsche KMU tätig, welche nach der erfolgreichen Projektdurchführung die Ergebnisse zur Einführung neuer Produkte und Dienstleistungen nutzen sowie ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit steigern können

Förderhinweis:

Das Forschungsvorhaben der Forschungsvereinigung Umwelttechnik wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Abschlussbericht:

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