Bereich Industrielle Gemeinschaftsforschung

Projektliste mit Publikationen

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Rückgewinnung von Bearbeitungsölen aus Schleifschlämmen und Anschwemmschlämmen der metallverarbeitenden Industrie

AiF-FV Nummer: 11902

Laufzeit:

01.12.1998 - 30.11.2000

Forschungsstellen:

  • Institut für Energie- und Umwelttechnik e.V.
    Bliersheimer Str. 60, 47229 Duisburg
    www.iuta.de

Zusammenfassung:

Die bei der Bearbeitung von Metallwerkstücken anfallenden Schleifschlämme müssen vor der weiteren Verwertung von ölhaltigen Anhaftungen befreit werden. Im Vorhaben konnte gezeigt werden, daß die Entölung der Schleifschlämme und die anschließende Aufbereitung der abgetrennten Flüssigphase mit der eingesetzten Anlagentechnik möglich ist. Kernstück der neuen Reinigungsanlage ist ein Senkrechtschneckenförderer, der es ermöglicht, die Schleifschlämme senkrecht nach oben zu fördern und diese im Gegenstrom mit dem Reinigungsmittel (Wasser, Tenside) zu waschen. Die Aufbereitung der flüssigen Phase erfolgt über einen Leichtflüssigabscheider und einer nachgeschalteten Vakuumdestillationsanlage. Das Verfahren arbeitet mit Kreislaufwasser und ist somit abwasserfrei. Ausgehend von den Ergebnissen aus Laborversuchen wurde der Senkrechtschneckenförderer konzipiert, gebaut und weiterentwickelt. Mit der Technikumsanlage konnten bei Schlammdurchsätzen von 25 kg sehr gute Reinigungserfolge von über 90 % und Restölgehalte von < 2 Gew.% erreicht werden. Der dazu benötigte Destillateinsatz liegt bei 1,4 Liter pro Kilogramm Schlamm bei einer Temperatur von ca. 50 °C. Zur Vermeidung starker Korrosionserscheinungen ist die weitere Abreinigung unter 1 Gew.% Öl im Schleifschlamm, die prinzipiell mit dem Verfahren möglich wäre, nicht empfehlenswert. Die Effizienz des Reinigungsprozesses läßt sich durch Zugabe von Tensiden steigern. Durch den Einsatz eines Leichtflüssigkeitsabscheiders kann der größte Teil des Reinigungswassers im Kreislauf geführt werden. Prinzipiell muß zur Feinreinigung der Schlämme nur ein Teil des Waschwassers destillativ aufbereitet werden. Die mit der aufgebauten Technikumsanlage erzielten Ergebnisse zeigen, daß die angewendete Anlagentechnik in eine praxisgerechte Anlage umsetzbar ist.

Förderhinweis:

Das Forschungsvorhaben der Forschungsvereinigung Umwelttechnik wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Sonstige Dateien:

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