Bereich Industrielle Gemeinschaftsforschung

Projektliste mit Publikationen

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Erstellung einer validierten Stoffdatenbasis für die Auslegung und Optimierung nasser Abgasreinigungssysteme

AiF-FV Nummer: 17523

Laufzeit:

01.10.2012 - 31.03.2014

Forschungsstellen:

  • Institut für Energie- und Umwelttechnik e.V.
    Bliersheimer Str. 60, 47229 Duisburg
    www.iuta.de

  • Universität Duisburg-Essen Instrumentelle Analytische Chemie
    Universitätsstr. 5, 45141 Essen
    www.uni-due.de/iac/schmidt

Zusammenfassung:

Bemühungen den Quecksilbereintrag in die Umwelt durch anthropogene Quellen zu reduzieren, führen zu einer Verschärfung der gesetzlichen Grenzwerte und damit zu höheren Anforderungen an die Leistungsfähigkeit von Abgasreinigungsanlagen. Bei nicht wenigen Anlagen ist Nachrüstungsbedarf zu erwarten. Die in Deutschland hinter Verbrennungsprozessen installierten Abgasreinigungs-anlagen arbeiten auf hohem technischem Niveau. Eine weitere Verbesserung der Quecksilberabscheidung ist ohne Kenntnis der genauen Zusammenhänge ziellos und oft mit hohen Kosten verbunden. Daher kommt der theoretischen Modellierung zur Vorausberechnung der Wäscherverhältnisse eine besondere Bedeutung zu. Die Qualität der Rechenergebnisse hängt von der Güte der für die Simulationsrechnungen benötigten Stoffdaten ab. Ziele des Antrages sind die Klärung der Datenlage für die in Wäschern hinter Verbrennungsprozessen im Wesentlichen vorkommenden Quecksilberspezies, die Aufbereitung der Daten, um diese auf die anwendungsspezifischen Randbedingungen übertragen bzw. umrechnen zu können und die Ableitung geeigneter Rechenvorschriften zur Ermittlung fehlender Stoffdaten. Die Forschungsergebnisse erhöhen die Auslegungssicherheit bei der Planung von Abgaswäschern. Darüber hinaus erleichtert eine gesicherte und übersichtliche Datenlage die Anwendung der Berechnungssoftware. Der fehlerhaften Dimensionierung von Wäschersystemen wird entgegengewirkt. Ertüchtigungsmaßnahmen können gezielt entwickelt und teure Umwege durch das empirische Herantasten an eine gute Lösung vermieden werden. Da es sich bei dem Eintrag von Quecksilber in die Umwelt um ein weltweites Problem handelt, können KMU aus dem Bereich der Anlagenplanung und des Anlagenbaus über den Know-how Vorsprung ihre Position im globalisierten Markt ausbauen. Die Forschungsergebnisse werden durch Vorträge, Publikationen in Fachzeitschriften sowie regelmäßige Präsentationen auf Fachseminaren der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Förderhinweis:

Das Forschungsvorhaben der Forschungsvereinigung Umwelttechnik wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Abschlussbericht:

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