Bereich Industrielle Gemeinschaftsforschung

Projektliste mit Publikationen

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Open Darkness - Dark Side of Open Innovation

AiF-FV Nummer: 18632

Laufzeit:

01.02.2015 - 30.04.2017

Forschungsstellen:

  • Universität Potsdam Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, insb. Prozesse und Systeme
    August-Bebel-Str. 89, 14482 Potsdam
    www.wi.uni-potsdam.de

  • Universität Paderborn Fakultät für Wirtschaftswissenschaften Dep. 6 - Recht Lehrstuhl für Wirtschaftsrecht
    Warburger Str. 100, 33098 Paderborn
    wiwi.uni-paderborn.de/startseite/

  • RWTH Aachen Lehrstuhl für Technologie- und Innovationsmanagement
    Kackertstr. 7, 52072 Aachen
    tim.rwth-aachen.de

Zusammenfassung:

KMU sind oftmals aufgrund begrenzter eigener Ressourcen zur Innovation auf die Kooperation mit externen Partnern (?Open Innovation?) angewiesen. Neben den positiven Seiten solcher Kooperationen, die in der wissenschaftlichen Literatur überwiegen, bestehen jedoch auch die so genannten ?dunklen Seiten? im Rahmen von offenen Innovationsprozessen, wie Prozesskomplexität, höhere Ausgaben, zusätzliche Managementaufgaben, Risiko des ungewollten Wissensabflusses. Unternehmen erleben häufig zusätzliche Schwierigkeiten, da ihre Prozesse umstrukturiert werden und die Grenzen nach Außen an Gewicht verlieren. Es ist demzufolge von entscheidender Bedeutung für die Unternehmen, abwägen zu können, ob der positive Einfluss durch die Nutzung des fremden Innovationspotenzials mögliche negative Folgen rechtfertigt. Gerade für KMU bedeutet diese Abwägung zusätzliche Belastung und außerplanmäßige Ressourcenbindung und könnte unter Umständen die Entscheidung, an einem Open Innovation-Projekt teilzunehmen, negativ beeinflüssen. Der Zusammenhang zwischen den positiven und negativen Aspekten einer Beteiligung an Open Innovation-Projekten soll im Rahmen dieses Forschungsvorhabens untersucht werden. Projektergebnis ist eine Methode und ein softwarebasiertes Selbstbewertungstool zur Abwägung der Chancen und Risiken offener Innovationsprojekte, entwickelt auf Grundlage der erarbeiteten KMU-spezifischen Lösungen. Die Ergebnisse tragen zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit durch die Steigerung der Innovationsfähigkeit bei und erhöhen die Chancen von deutschen KMU im internationalen Wettbewerb. Insbesondere ist eine Steigerung der Bereitschaft, Innovationsprojekte mit externen Partnern zu entwickeln und ihre positiven Aspekte auszunutzen, zu erwarten. Vor dem Hintergrund der Interdisziplinarität des Vorhabens gewährleistet die enge Zusammenarbeit der drei Forschungsstellen die notwendige Berücksichtigung organisationeller, rechtlicher, prozessbezogener sowie Wissensmanagement-Fragestellungen.

Förderhinweis:

Das Forschungsvorhaben der Forschungsvereinigung Umwelttechnik wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.